Dienstag, 10. März 2015

Horsack goes Kandel

Der Frühjarsklassiker stand auf dem Plan. Knoppowitsch und meine Wenigkeit begaben sich mal wieder auf den Weg in die Südpfalz zu einer der schnellsten Marathonstrecken in Deutschland: 
Kilometerlang gehts durch den Bienwald, ewig lange Geraden, komplett asphaltiert, weitesgehend windgeschützt. Viele - vor allem betagte - schnelle Läufer sind hier am Start, um bei guten Bedingungen die Ernte fürs harte Wintertraining einzufahren. 

Knoppi erwischte einen gebrauchten Tag: Indiskutable 3:05 h stehen in der Ergebnisliste für den klaren Favoriten; offenbar war die leichte "Erkältung" doch mehr...Das ist die große Scheiße, das so Ungerechte am Marathon und/oder  Ironman. Wochenlang trainierst du dich in Topform, und dann erwischt es dich und du kannst am Tag X deine Leistung einfach nicht abrufen. Mehr dazu auf: http://www.andreasknopp.de/ 


Mir hingegen ging es super. Ich hatte bereits in der letzten Woche ein sehr gutes Gefühl, die Beine waren frisch. Natürlich hatte ich mir auch eine "leichtere" Aufgabe als Andi ausgesucht, indem ich mich ggü dem Veranstalter bereit erklärt hatte, einen 4-er Streifen konstant durchzulaufen. Dennoch sind es 42,2 Km und man muss erst mal sein Rennen ins Ziel bringen. Ich hatte bis zum Wendepunkt des Halben ca. 10 Mitläufer; danach waren wir noch zu viert. Km 21 ließ den ersten zurück, bei 29 fiel auch Michael ab. Marco kämpfte alleine in meinem Windschatten. Eine etwas unübersichtliche und hektische Situation (Überholmanöver und Verpflegung)  bei Km 34 mit einem Ausreißer in 3:48 min brachen ihm dann wohl das Genick...ich nahm noch einmal leicht raus, ließ ihn wieder auflaufen und lief dann wieder konstante 4-er Abschnitte, aber Marco konnte leider nicht mehr folgen. Bis 40 lief ich weiter konstant, sah dann noch einen Läufer vor mir, den ich 1 Kilometer vorm Ziel noch überholen konnte, Dadurch wurde es dann noch einen Tick schneller wie die geplanten 2:48 h. 





5 k - Splits: 


19:40 
20:03 
19:56 
19:55 
19:52 
19:52 
19:35 
20:03 
8:15 

2:47,13 




Meine Einschätzung wurde bestätigt: Ein gewisses Temponiveau vorausgesetzt, ist es kein Hexenwerk im Training,  einen Marathon unfallfrei und sogar subjektiv zügig ins Ziel zu bringen. Dieser Bereich zwischen "locker nach Hause laufen" und "sich am Anschlag befinden" beträgt - zumindest bei mir- ca. 15 Sekunden pro Kilometer schätz ich. Auf der anderen Seite fängt aber genau in diesem Bereich das Laufen, das Rennen an. Welches Tempo kann ich gerade so durchlaufen, ohne zu platzen? Wie hart bin ich in der Birne? 
Ich hab wieder bisschen was dazu gelernt. Weiter geht´s !


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